Hühnerbändigerin                                    
        
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Es gibt keine dummen Hühner….

Am 7. April 2006 brach ich mit meinen beiden Labrador - Retrievern Andor und Linda nach Niederscheidweiler auf. Im Gepäck eine Menge Skrupel:

- finde ich den richtigen Weg (420 km) und komme dort rechtzeitig an?
- vertragen sich meine Hunde mit den anderen, fremden Hunden?
- ist die Unterkunft vernünftig, vor allem ohne Spinnen?
- wird für mein vegetarisches Wohl gut gesorgt?
- sind Spaziergänge in schöner Umgebung möglich?

Am Nachmittag war ich als erste von fünf Teilnehmern am Ziel angekommen. Ich konnte mich also davon überzeugen, dass der mir und meinen Hunden zugedachte ausgebaute Dachboden in dem kleinen urgemütlichen Bauernhaus ohne Spinnen gut bewohnbar war.



Nachdem der mitgebrachte Hausstand dort verstaut war (schwitz !) habe ich festgestellt, dass Spaziergänge in dieser Gegend wunderschön sind – bergauf, bergab oder auch ebenerdig für mich Flachlandtiroler durch Felder, Wald und Wiesen oder auch am Bach entlang.



An diesem Freitag trudelten dann noch Heike, Marion mit Amy und Mala, und Rosi mit Suny ein. Es stellte sich nach anfänglichem Chaos, durch Andor verursacht, heraus, dass unsere Hunde sich verstanden und gut miteinander auskamen. Fast alle meine Bedenken waren also schnell ausgeräumt und ich konnte mich ganz auf das Hühnerklickern einlassen.



Samstag Morgen – nach dem Rainer auch angekommen war (er hatte es an sich, immer der Letzte zu sein) ging es auch sofort nach einer kurzen Einführung ab in den Hühnerstall. Dort habe ich mich mit meinen Hühnern Susi und Perle bekannt gemacht. Zuvor hatte ich noch nie ein Huhn auf dem Arm gehabt. Nach diesen Handlingsübungen waren Trockenübungen mit Futterbecher und Klicker an der Reihe.

       

Erst dann durften wir mit unseren Hühnern klickern. Es galt verschieden Aufgaben zu bewältigen. Wir standen sozusagen unter Leistungsdruck! Nach diesem ersten Tag wollte ich Susi eigentlich umtauschen. Das wäre ein großer Fehler gewesen, denn sie entwickelte sich zum "Superklickerhuhn". In dieser Woche haben wir alle viel gelacht und viel Spaß gehabt, ob beim Klickern mit den Hühnern ums bronzene, silberne oder goldene Ei oder den Tischklickerspielen oder auch bei den gemeinsamen Spaziergängen und abendlichen Gesprächen in gemütlicher Runde.

Die Verpflegung war im Übrigen fantastisch – wenngleich die "Fleischfresser" ein wenig unter dem vegetarischen Einfluss leiden mussten.

Das Wichtigste von allem ist jedoch, dass ich in dieser Woche gelernt habe, einfach besser zu klickern:

- das Timing
- die Beobachtungsgabe
- angemessen die Anforderungen erhöhen

all das wurde geschult. Viviane hat uns an unsere Grenzen gebracht und darüber hinaus.

  

     

Das Training mit meinen Hunden kann jetzt viel effektiver stattfinden und eins ist klar:

You get what you click!

Wenn du das Verhalten des Huhnes oder Hundes oder wessen Verhalten auch immer ändern willst, so musst du dein eigenes Verhalten ändern!

Ich bin schon jetzt gespannt auf das nächste Modul.

Heidrun
www.schokolabi.de.vu


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